Die Overwatch League lässt weiter auf sich warten während kaum noch größere Events zu Blizzard’s Helden-Shooter abgehalten werden. In Folge dessen steigen nun mehrere Teams aus der Szene aus. Besteht ein Zusammenhang zum hohen Preis für einen Platz in der Overwatch League? CompLexity und Splyce geben den Rücktritt aus der Overwatch Szene bekannt.

CompLexity gab in ihrer Pressemeldung die sofortige Auflösung des Teams bekannt. Alle Spieler sind freigestellt.

Der Overwatch eSport hat eine vielversprechende Zukunft, aber die aktuelle Übergangsphase (zur Overwatch League) hat den Organisationen wenig Möglichkeiten gegeben Aufmerksamkeit zu generieren. Wir haben definitiv die Absicht in den kompetitiven Bereich von Overwatch zurückzukehren, aber momentan müssen wir den besten Weg feststellen, wie wir das instabile Ökosystem angehen.

Langsam bildet sich in negativer Trend in der Overwatch Szene, denn gleich mehrere Teams haben in den letzten Tagen und Wochen ähnliche Statements abgegeben.

Splyce löst Overwatch Team ebenfalls auf

Marty Strenczewilk spricht in einer Videobotschaft über die Beweggründe das Splyce Overwatch Team vorerst auf Eis zu legen.

Es gibt ein paar 5.000-10.000€ Online Turniere, aber das ist alles. Abseits davon gibt es nicht besonders viel kompetitives Overwatch.

Laut Strenczewilk ist der Abschied von Overwatch, wie bei CompLexity, nicht in Stein gemeißelt und Splyce wartet ab wie es sich in Zukunft entwickelt. Für den Moment sind jedoch alle Spieler freigestellt und können Angebote von anderen Organisationen annehmen.

CompLexity und Splyce sind nicht alleine, denn neben ihnen ziehen sich noch viel weitere Teams aus dem Overwatch eSport zurück. TeamSolomid konnte seit ihrer Suche nach Spielern kein fertiges Team zusammenstellen und verzichtet daher komplett und auch TSM lässt die Finger von Overwatch. Der jetzige Ex-TSM Spieler b1am äußerte sich in einem Tweet zur aktuellen Meinung seines ehemaligen Teams. Demnach habe sich TSM, nachdem sie genaueres über die Kosten für die Teilnahme an der Overwatch League erfahren haben, entschieden vorerst nicht an der kompetitiven Szene teilzunehmen. Red Reserve zieht sich ebenfalls zurück, unter anderem aufgrund des geringen Angebots an Turnieren in Europa.

Denial Esports hat sich ebenfalls aufgelöst und die ehemaligen Spieler machen unter dem Namen Yikes weiter. Sie suchen aktuell ein neue Organisation.

Ist Overwatch am Ende bevor es beginnt?

Die großen Erwartungen an die Overwatch League werden durch die Anzahl an Ausstiegen in so kurzer Zeit überschattet. Keine der Organisationen scheint Overwatch für immer als mögliches Spiel für eigene Teams auszuschließen, offenbar besteht aber auch nicht genug vertrauen in die Zukunft des Overwatch eSport. Während traditionelle Sport Organisationen wie die New England Patriots und Miami Dolphins mehrere Millionen US-Dollar in Overwatch investieren, ziehen sich viele eSport Teams fast gleichzeitig zurück.

Overwatch League kostet die Teams 20 Millionen US-Dollar

Ein Artikel auf ESPN gibt Auskunft über den Preis den Blizzard als Franchise-Gebühren ansetzt.  Jedes Team soll demnach 20 Millionen US-Dollar zahlen, und zusätzlich extrem ungünstigen Vertragskonditionen zustimmen. Die Umsatzbeteiligung der Teams an der Overwatch League findet erst im Jahr 2021, also vier Jahre nach dem Start der Liga, statt. Selbst dafür gibt es laut den Quellen von ESPN keine Garantie, da Blizzard für die Auszahlung weitere, nicht näher benannte, Ziele für die Overwatch League erreicht haben muss.

Zum Vergleich: Ein Platz in der amerikanischen League Championship Series (LCS), von Riot Games wurde im Dezember 2016 für 1,8 Millionen US-Dollar verkauft. Bei League of Legends handelt es sich um ein etabliertes eSport Spiel und eines der beliebtesten Spiele auf der Welt. Eine Eigenschaft die sich Overwatch nicht auf die Fahne schreiben kann. Dennoch ist ein Platz in Blizzards Overwatch League damit mehr als 10 mal so teuer.

Der Super Deal mit den New England Patriots bzw. deren Eigentümer Kraft Sports soll übrigens zu einem außergewöhnlichen Sonderpreis abgeschlossen worden sein. Ein Angebot das wohl keine zweite Organisation erhalten wird. Laut ESPN erhält Blizzard bei einem Verkauf von einer Organisation an eine andere 25 Prozent Provision.

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